ILS Institut für ländliche Schönheit

Das ILS Institut für ländliche Schönheit versteht sich als Vertretung einer fiktiven Künstlergruppe.1
Als gemeinsames Feld verschiedener ästhetischer Praxen siedelt es sich an der Schnittstelle zeitgenössischer Natur in den Zwischenwelten des Urbanen und Ländlichen an. Seine Mitglieder umkreisen den schönen Kern der diffusen Idee des Ländlichen, die zu schützen sie sich auf die Fahnen geschrieben haben. Methodisch bedienen sie sich div. gedanklicher und praktischer Methoden des Austauschs: Prozesse, Momente, Perspektiven, Situationen, gestaltetes Leben, Zeitgenossenschaft. Neben Kooperationen, Veranstaltungen und Arbeiten einzelner (Gast-)Künstler*innen unterstützt das ILS den Austausch Stadt/Land (speziell den Freundeskreis der KHB in/um Below und Berlin) und koordiniert AG Minimales Reisen und KHB Sommerakademie.

Mitgliedschaft: In der Kunsthalle Below und auf den Plattformen meetup und auf steady können Sie Mitglied des ILS werden.
_____________________________________
  1. Mehrere ihrer Mitglieder schätzen es, auf diese Weise auf eine öffentliche Darstellung ihrer Künstlerpersönlichkeit verzichten können. Zu den Gründen hierfür zählen: Trennung von Beruflichem und Privatem zugunsten des Schutzes der privaten Person, Verzicht auf „Markenidentät“ und/oder temporäres Zwischenspiel im Kontext ländlicher Schönheit.

Die Welt kommt zu uns

Quält der Anblick des Mähdreschers am Horizont unsere syrischen Gäste, weil die Assoziation der Panzer so Nähe liegt, nehmen wir sie an die Hand, fahren hin, sprechen mit dem Fahrer und steigen ein. In der letzten Woche hatten wir Besuch aus Homs. Wir freuen uns, dass wir den vier Damen eine Woche Ruhe und viel Platz bieten konnten. Und wir danken ihnen für die Welt, die sie uns gebracht haben und die zahlreichen köstlichen syrischen Speisen.

Karin Perk über die Schulter geschaut

„ich habe, nachdem ich beschlossen hatte den rechner zu hause zu lassen, in below geübt systematisch planlos zu sein. ich habe von einer situation zur nächsten entschieden, was ich nun tun möchte – und das war wunderbar! habe versucht jeden erwartungsdruck, ob von außen oder von innen, von mir zu streifen. das ist mir in den fünf tagen sehr gut gelungen, und ich möche das experiment gerne ein anders mal fortsetzen, um zu merken, nach welcher zeit bei mir wirklich das bedürfnis nach struktur und planung und produktivität beginnt – und ob überhaupt. ich bin neugierig zu wissen, wie ich denn mein leben gestalte und wohin es mich führt, wenn es weitgehend unabhängig von den bedürnissen und ansprüchen anderer menschen und vorgegebener strukturen ist; wenn es ganz in meiner hand liegt. below ist ein ort, an dem ich dies herausfinden könnte. annähernd.“