Künstler*innen gehen zur Arbeit


Das Reisen ist aus dem Leben vieler zeitgenössischen Künstler*innen nicht wegzudenken. Im Gegenteil: für viele ist es unverzichtbar geworden. Es ist kein „Urlaub“, nicht eine Alternative zur Arbeit, sondern es ist ihre Arbeit selbst: viele Künstler*innen haben ihr Schaffen darauf aufgebaut, das Verlassen des Gewohnten und das Erleben der Fremde als elementaren Bestandteil ihres schöpferischen Prozess zu nutzen – wie der Bänker das Geld, die Köchin das Essen, die Zahnärztin den Bohrer. Das Reisen ist für viele Künstler*innen Methode und zentrale Technik, häufig auch Thema oder gar Lebensthema. Es ist ihre Arbeit.
Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die Planungen für den Sommer nicht einzustellen. In der Abgeschiedenheit der KHB entstehen künstlerische Arbeiten mit dem gemeinsamen Thema „Minimales Reisen“. Hierzu werden wir die Bedingungen entsprechend den aktuellen Erfordernissen anpassen. Fragen zu Details stellen Sie gern per Email an buero at kunsthallebelow de.

Nächste Artists Residencies/ Open Calls:

Parallelprotokolle

Sitespecific Art  | Minimale Schreib-Exkursionen
Schreiben, ordnen, vorlesen. Langsam und unsystematisch den Ort erfassen. Wir treffen uns für eine Stunde an unterschiedlichen Orten, um einen gemeinsamen Text zu schreiben. Dort beschreiben wir 20 Minuten lang, was wir wahrnehmen, was passiert und was wir denken. Jede*r schreibt selbständig, wortlos und mit dem Blick auf dasselbe Szenario. Zwischendurch notiert man ab und zu die Uhrzeit. Im Anschluss lesen wir uns unsere Texte chronologisch geordnet vor, tippen sie im Nachgang und schicken sie an buero@kunsthallebelow.de, wo sie anonymisiert und gesetzt werden. Jeder Mitschreibende erhält ein Exemplar des veröffentlichten Hefts.
„Wir“ sind anonyme Schreiber*innen mit und ohne künstlerischen Hintergrund. Das Format ist offen für alle Schreibstile und Sprachen, die mit einem Übersetzungsautomaten übersetzt werden. Die Mitschriften der einzelnen Autorinnen ergänzen sich zu einem Ganzen, das wir „Parallelprotokoll“ nennen.

http://minimalesreisen.de/pp

Nächste Treffen:
Den Sommer über in Below und Berlin.
Anmeldung für die Mailingliste: http://minimalesreisen.de/anmeldung/

Kunsthalle Below goes Kunsthalle Mannheim

Minimales/Maximales Reisen in Amsterdam 1.-4.3.2020

en/nl below/beneden
Kunsthalle Below in Amsterdam. Zu Gast auf der Yacht Infinity in Amsterdam begegnet AG Minimales Reisen dem maximalen Reisen und stellt maximales und minimales Reisen einander gegenüber. Es entstehen diverse Parallelprotokolle und mehr. Schreibtermine werden beizeiten hier angezeigt.
Wie immer ist AG Minimales Reisen teilnehmeroffen. (Soll heißen: Mail uns, wenn Du mitkommen willst!)
Mitreiseanfragen per Email

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Walk the Line /// maximales Zeichnen /// 22.-31.5.2020

Ein kollaboratives Kunstprojekt der AG Minimales Reisen im Rahmen der KHB Artist Residency im Mai 2020


In Peter Bichsels „Die Erde ist rund“ bricht ein Mann auf, um immer geradeaus zu gehen und so schließlich dort anzukommen, wo er aufgebrochen ist. Ein kleiner Teil dieser Strecke geht quer durch Below. AG Minimales Reisen wird diesen Abschnitt sichtbar machen. Wir werden das Dorf Below in einer geraden Linie durchqueren. Wir werden diese Linie – soweit es geht – draußen mit unserer Kreidemaschine und in Innenräumen mit leicht entfernbarem Material markieren. Die nicht markierbaren Räume werden wir begehen oder aus der Ferne sehen. Es entsteht eine sehr große, teilweise unsichtbare Zeichnung. Unsere Erfahrungen mit den Räumen und Menschen halten wir in einem Reisejournal fest.


Show
Auszüge aus der Aktion (und falls es nicht regnet: die Linie) zeigen wir im Rahmen der Ausstellung anlässlich Kunst Offen“ 30.5.-1.6.2020


Skizze für die Linie


„Wir“ sind Teilnehmende der Residency, die sich bis 31.1.2020 beim Open Call gemeldet haben. Auch Künstler*innen in der Nebentätigkeit sind willkommen. Was zählt sind Experimentierfreude und das Interesse am Projekt und dem Thema „Minimales Reisen“.


http://minimalesreisen.de/walktheline20/