lesen, schreiben, wohnen 3.-12.7.2020

Ein kollaboratives Kunstprojekt mit Stefie Steden (AG Minimales Reisen) im Rahmen der KHB Artist Residency 3.-12.Juli 2020
Bewerbung im Open Call


Die Überarbeitung dieses Textes gemäß Corona steht noch aus. Aber fest steht unser Beschluss vom 23.3.2020: Künstler*innen gehen zur Arbeit. Also los!


Bescheidene Küchen und experimentelle Hygiene machen das gemeinsame Wohnen zur Herausforderung in der KHB. Das ist eine gute Umgebung für Recherchen in Wort und Tat. Gemeinsam mit der bildenden Künstlerin Stefie Steden beschäftigen die teilnehmenden Künstler*innen des Projekts mit der Gastfreundschaft. Sie werden darin lesen und darüber schreiben.
Formate gemeinsamen Lesens (angelehnt an sharedReading) und gemeinsamen Schreibens (angelehnt an Parallelprotokolle) machen das Wohnen sichtbar. Wir schauen auf Worte, in Bücher, auf Essen/machen, auf Nachbarn (weltweit) und Kulturen, auf Routinen der Ruhe. Wir thematisierenGastfreundschaft, es entsteht ein Reader. Zum Abschluss feiern wir unser Tun und was evtl. davon sichtbar geworden ist am Samstag, den 11.7.20 mit allen Residency Künstler*innen, Champagner und Pferden.
An diesem Projekt können alle teilnehmen, von der Analphabet*in bis hin zur erfahrenen Schreiber*in. Interessant wird die Reise durch die Ferne, der wir begegnen – vor der eigenen Haustüre. Jede*r Mitlesende/-schreibende/-wohnende ist Artists in Residency und hat sich bis 31.3.2020 beim Open Call gemeldet. Es sind auch Nicht-Künstler*innen und Künstler*innen in der Nebentätigkeit willkommen. Was zählt sind Offenheit, Experimentierfreude und das Interesse am Projekt und dem Thema „Minimales Reisen“. Bücher zum Thema Reisen können gerne mitgebracht werden.
Neben den Teilnehmenden am Projekt „lesen, schreiben, wohnen“ leben und arbeiten weitere Residency Künstler*innen in der KHB, insgesamt etwa 6-8.
Stefie Steden, bildende Künstlerin AG Minimales Reisen: minimalesreisen.de
„Reisen ist eine zentrale Kulturtechnik unserer Zeit. Die AG Minimales Reisen ist eine prozess- und rechercheorientierte Künstler*innen-Initiative. Wir arbeiten mit den Verlockungen des Unterwegsseins in der nahen Ferne. Bei unseren Aktivitäten mixen wir Spannung/Entspannung, Nähe/Distanz, Aktivität/Passivität, Neues/Gewohntes u.s.w. Der Kern unseres Interesses erschließt sich im Hier und Jetzt. Mit experimentellen Ansätzen erleben wir den „Augenblick der Ferne“. Wir nennen es Reisen.“

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