Into the Wild: Die Kunst des Notierens

Spuren suchen, Zeichen lesen, Fährten folgen. In drei Tagen widmen sich 4-7 KünstlerInnen und solche, die es werden wollen, ganz dem Schreiben, Zeichnen, Fotografieren, Collagieren, Sampeln, Spazieren, Fragen, Erzählen u.s.w. Wir legen Grundsteine für ästhetische Routinen, die uns später im Alltag begleiten können und entdecken drei Tage lang, wovon wir noch lange profitieren werden. Wir erproben analoge Techniken des experimentellen Recherchieren und Notierens und erhalten Tipps für spätere digitale Koexistenzen. Im selbst gebundenen Notizbuch werden in drei Tagen Fragmente der individuellen Forschungen sichtbar und als Grundsteine langfristiger ästhetischer Routinen verfügbar, die uns später im Alltag begleiten können.
Wir lernen uns bei einem Kurz-Workshop in Berlin kennen1, in dem jeder seine Notizbücher binden lernt. In der Kunsthalle Below und Umgebung folgt ein freier künstlerischer Arbeitsaufenthalt mit ein bisschen Struktur2. An drei Tagen treffen wir uns zu kleineren Beratungs- und Feedback-Terminen und nutzen ansonsten den Fundus der KHB, die Magie des Ortes, des Moments und der Kunst des Notierens.

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  1. Wer in Berlin nicht teilnehmen kann, kann natürlich trotzdem in Below dabei sein
  2. Täglich 2 Gruppentreffen bzw. individuelle Coachings und Feedback und ansonsten viel zeitlicher/räumlicher Spielraum mit frischen Momenten im See.

fahren!

Eine eingeschränkte Mobilität auf zwei Beinen ist wieder hergestellt. Und zeitgleich erreicht uns die gute Nachricht, dass der Fonds Soziokultur unser neues Projekt fördern wird: „fahren“. Ein Blick in den Antragstext vermittelt einen Eindruck, von dem worum es gehen wird: Das Autofahren bestimmt das Leben der Menschen auf dem Land. Zum zielorientierten Radfahren unbrauchbare Landstraßen und der quasi nicht vorhandene öffentliche Nahverkehr werfen diejenigen, die kein Auto haben oder fahren können, in eine erdrückende Abhängigkeit und diejenigen, die sich für sie verantwortlich fühlen, fesseln sie unendliche Stunden hinterm Steuer. Gemeinsam verbringt man unzählige Stunden im Auto, das infolgedessen viel mehr ist als ein Mobilitätsgarant. Es ist ein wesentlicher Kulturraum. Um dieses Phänomen künstlerisch aufzugreifen, kritisch zu beleuchten und letztendlich nachhaltig zu unterstützen werden wir auf unsere Weise im Autokulturraum aktiv. Die samstäglichen „Treffpunkte“ in der Kunsthalle Below werden umgeformt in Werkstatttreffen und von dort aus fahren wir fort. Kommen Sie vorbei und gestalten Sie mit, wo unsere Reise hin geht…

Der nächste Treffpunkt KHB: 6.2.2016, 17 Uhr

lang und grau

Der Winter ist lang und grau. Besonders, wenn eine Verletzung das Gehen behindert und alles länger dauert, als die Geduld zu ermöglichen scheint. Trotzdem haben auch bei uns Sylvester die Korken geknallt, wir haben uns Dinge gewünscht und vorgenommen und können weiterhin darauf hoffen, dass bald wieder Sommer ist. Was wir dazu beitragen? Erstmal Musik!

Der nächste Musik-Treffpunkt KHB: 23.1.2016, 13 Uhr